Schutzdächer – damit alle sicher sind

Im optimalen Fall lässt sich eine Baustelle so absperren, dass die Gewerke in Ruhe auf dem Gerüst arbeiten können und sich keine Gedanken um Bewohner oder Passanten machen brauchen. Bei einer Sanierung von bestehenden Gebäuden und Neubauten in engen Vierteln lässt sich dies aber meist nicht so einfach umsetzen. Schutzdächer sind eine wirksame Methode, um Passanten vor herabfallenden Gegenständen zu schützen. Diese können direkt am Gerüst angebracht werden. So lassen sich auf engem Raum Arbeitsbereiche und öffentliche Durchgänge sicher nebeneinander betreiben.

So kann es in der Praxis aussehen: Ein Haus muss saniert werden. Darin befindet sich eine Behörde mit Publikumsverkehr. Über dem Eingang und entlang des Gehwegs werden Schutzdächer angebracht. Befestigt werden sie mit Konsolen direkt am Gerüst. Sie müssen mindestens 1,50 Meter breit sein, mit einer Bordwand versehen sein und auf der Außenseite 60 Zentimeter über das Gerüst hinausragen. Der Belag kann aus Stahl, Aluminium oder Holz sein. Wichtig ist, dass das Dach wirklich mit der Wand abschließt, damit nicht Werkzeug oder Bauteile durch diese Lücke fallen können.

Schutz vor Gegenständen aus großer Höhe

Wird in größerer Höhe gearbeitet, müssen die verwendeten Schutzdächer auch höhere Anforderungen erfüllen. Denn ein Hammer, der aus dem zehnten Stock herunterfällt, kommt mit größerer Wucht an als einer aus dem ersten. Die Berufsgenossenschaft Bau schreibt deshalb für Schutzdächer an „turmartigen Gebäuden“ vor, dass sie aus zwei Lagen Bohlen bestehen müssen, die jeweils vier Zentimeter dick und kreuzweise verlegt sind. Dazwischen gehört eine zehn Zentimeter dicke Dämmschicht. Hierfür werden meist Polystyrol-Platten verwendet. Diese Konstruktion hält auch einen stärkeren Einschlag von oben aus. Damit der Hammer aus dem zehnten Stock gar nicht erst so weit kommt, werden allerdings auch direkt unter der Arbeitsebene engmaschige Schutznetze angebracht.

Sicheres Nebeneinander von Handwerkern und Anwohnern

Die vorschriftsmäßige Ausführung der Schutzdächer ist ein zentraler Teil der Gerüstbau-Praxis. Jeder Bauherr und jeder Bauunternehmer möchte Unfälle vermeiden, erst recht solche mit Unbeteiligten. Erfahrene Gerüstbauer finden auch bei schwierigen örtlichen Verhältnissen eine gute Lösung. Und vor der Abnahme eines Gerüstes wird stets geprüft, ob Gebäudenutzer und Fußgänger sicher passieren können.

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